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Hochzeit – die erste Steuererklärung als Ehepaar: was ist zu beachten?

Hochzeit – die erste Steuererklärung als Ehepaar: was ist zu beachten?

Verliebt, verlobt, verheiratet und jetzt steht die erste Steuererklärung als Ehepaar an. Was sich für Verliebte nach der Hochzeit ändert und was zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Das ist für Ehepaare interessant:

  1. Wahl der Steuererklasse
  2. Höhere Freibeträge bei Kapitaleinkünften
  3. Ehegattensplitting

Gemeinsame Veranlagung oder Einzelveranlagung? Was für Sie als Eheleute günstiger ist, können unsere Beraterinnen und Berater des Lohnsteuerhilfevereins prüfen. Vereinbaren Sie dazu einfach einen Termin für eine steuerliche Beratung und werden Sie Mitglied.

Die erste Steuererklärung als Ehepaar

Bekanntlich soll er einer der schönsten Tage im Leben eines jeden Menschen sein – der Hochzeitstag. Für frischgebackene Ehepaare ändert sich dann aber so einiges, auch in steuerlicher Hinsicht. Jedenfalls nach Hochzeitsfeier und Flitterwochen bleibt dann meist wieder etwas Zeit, sich um finanzielle und steuerliche Angelegenheiten zu kümmern.

1. Wahl der Steuerklasse

Ehegatten haben die Wahl zwischen mehreren Steuerklassenkombinationen. Sofern sich das Arbeitseinkommen in der Höhe stark unterscheidet, ist die Steuerklassenkombination III / V zu empfehlen. Der Ehegatte mit dem höheren Einkommen wählt dann die Steuerklasse III mit einer anteilig geringeren Steuerbelastung, der Ehegatte mit dem geringeren Einkommen die Steuerklasse V mit einer relativ hohen Steuerbelastung. Beide Ehegatten zahlen dadurch jedoch schon während des Jahres insgesamt relativ geringe Steuern, so dass sie sofort über höheres gemeinsames Nettoeinkommen verfügen können. Bei etwa gleichhohem Einkommen kann die Steuerklassenkombination IV/IV gewählt werden, wodurch eine realistische Steuerbelastung erzielt werden kann. Die Kombination IV / IV mit Faktor kommt als dritte Variante in Betracht, wenn der Verdienst ebenfalls ähnlich ist und ein Ergebnis erzielt werden soll, das eine möglichst geringe Abweichung vom späteren Steuerbescheid ergeben soll. Damit lässt sich insbesondere eine spätere Steuernachzahlung verhindern.

Frist zum Steuerklassenwechsel

Eine Änderung der Steuerklassen beim Finanzamt ist jederzeit möglich, muss jedoch spätestens bis zum 30. November des laufenden Jahres erfolgen. Wenn Sie also z. B. im Sommer heiraten, können Sie noch bis zum 30.11. eine günstige Lohnsteuerklasse für sich und Ihren Ehegatten wählen und damit im laufenden Jahr ein hohes Nettoeinkommen sichern.

2. Höhere Freibeträge bei Kapitaleinkünften

Sofern nur ein Ehegatte Zinserträge hat, kommt ihm der verdoppelte Sparerfreibetrag in Höhe von 801 Euro mal 2 zugute. Der gesamte Freibetrag in Höhe von 1.602 Euro kann zwischen den Ehegatten frei aufgeteilt werden, ohne dass hierfür bereits Abgeltungssteuer gezahlt werden muss. Frisch Verheiratete müssen auch nicht bis zur ersten Steuererklärung als Ehepaar warten, um zu viel gezahlte Abgeltungssteuer zurückzuerhalten. Sie können sich also auch direkt nach der Heirat an die Bank wenden und einen entsprechenden Freistellungsauftrag erteilen.

3. Ehegattensplitting

Aber auch wenn Sie keine Zeit oder Lust hatten, sich mit dem Thema „Steuern“ und der Steuererklärung als Ehepaar gleich nach der Hochzeit zu beschäftigen, können Sie noch profitieren. Denn bereits im Jahr der Eheschließung können Sie sich auf jeden Fall zusammen veranlagen lassen. Sie geben also eine gemeinsame Steuererklärung ab und können den Splittingvorteil erzielen. Das bedeutet, dass das Einkommen der Ehegatten zusammen – und jedem Ehegatten davon die Hälfte – zugerechnet wird. Nach Berechnung der Steuer wird diese verdoppelt und ergibt die Steuerbelastung für beide Ehegatten. Aufgrund der relativ höheren Steuerbelastung bei ansteigenden Einkommen kann sich ein erheblicher Verteil ergeben. Je stärker sich das Einkommen der Ehegatten unterscheidet, um so günstiger wirkt sich die Zusammenveranlagung aus. Wenn Sie sich um die Steuerklassen oder Freibeträge nicht gekümmert haben, können Sie eine höhere Steuerbelastung im Rahmen der Einkommensteuererklärung noch vermeiden und ggf. eine hohe Einkommensteuererstattung erzielen.

Steuerliche Beratung

Bei der Erstellung der Einkommensteuer ist aber auch Vorsicht geboten: denn bei einem annähernd gleichen Einkommen kann auch die Einzelveranlagung günstiger sein. Und hier müssen Sie selbst aufpassen, denn das Finanzamt veranlagt Sie so wie beantragt und berücksichtigt nicht von selbst die günstigere Variante. Wenden Sie sich am besten an eine Beratungsstelle unseres Lohnsteuerhilfevereins und lassen Sie sich rund um Ihre erste Steuererklärung als Ehepaar umfänglich beraten! Die Beratung erfolgt gemäß der eingeschränkten Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG im Rahmen einer Mitgliedschaft.

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